24.11.2011

Rohholzverbraucher kämpfen vereint gegen Rohstoffknappheit

Für die Rohholzverbraucher in der Schweiz dürfte der Rohstoff demnächst knapp werden. In einer Task Force vereint, setzen sie sich für eine bessere Mobilisierung von Holz und gegen unsinnige Rahmenbedingungen ein, welche einer nachhaltigen Nutzung des Waldes zuwiderlaufen. Die neu gegründete Organisation will diesen Herausforderungen mit verschiedenen Kommunikationsmassnahmen begegnen.

Die Task Force Wald + Holz + Energie, welche heute in Bern im Rahmen eines Medienanlasses aus der Taufe gehoben wurde, vereinigt auf Verbands- und Unternehmens-Ebene die Rohstoffverbraucher im Holz- und Energiebereich in der Schweiz. Die Branche kauft und verarbeitet rund 90 Prozent des Holzes aus dem Schweizer Wald.

Heute ist in der Schweiz das Rundholzangebot, insbesondere bei der Fichte, auf ein tiefes Niveau gesunken. Verantwortlich für die Rohstoffknappheit sind primär die verzerrten politischen Rahmenbedingungen: In keinem anderen Land werden Reservate, Sonderwaldstandorte und Laubholz derart zu Ungunsten des nachgefragten Nadelholzes gefördert wie in der Schweiz.

Der Wald produziert mehr als nur Holz – er erbringt für die gesamte Bevölkerung weitere wichtige Leistungen wie Schutz, Naturschutz und Erholung. Zurzeit widerspricht jedoch die massive Übergewichtung der Naturschutz-Funktion des Waldes zu Lasten der Holznutzung den Bedürfnissen der Rohholzverbraucher sowie den ökologischen Erfordernissen.

  • Nach wie vor wird das Holznutzungspotenzial des Schweizer Waldes nicht ausgeschöpft. Angesichts der grossen Holzvorräte kann während Jahren mehr Holz genutzt werden, als nachwächst. 
  • Gesamtschweizerisch sind die Erntemengen trotz gestiegener Preise rückläufig. 
  • Ohne ökonomisch motivierte Nutzung gibt es keine ökologische Nutzung des Rohstoffes Holz. Eine angemessene Holznutzung steht nicht im Widerspruch zu den übrigen Funktionen des Waldes, wie Naturschutz, Schutz und Erholung. 
  • Der CO2-Effekt von Holzprodukten ist in allen Nutzungsphasen (Wald – Wohnen – Wärme) äusserst gut. Indem man Holz als Werkstoff einsetzt und danach energetisch nutzt, werden pro Kubikmeter rund 1'300 Kilogramm CO2-Emissionen eingespart. 

Der Task Force Wald + Holz + Energie unter dem Vorsitz von Thomas Läderach, Präsident von Holzindustrie Schweiz, gehören sowohl Verbände (Holzindustrie Schweiz und Holzenergie Schweiz) als auch Unternehmen (Forstunternehmer Schweiz, AEK Pellet AG, Axpo Tegra AG, Despond SA, Holzwerk Lehmann AG, Swiss Krono AG, OLWO AG, Perlen Papier AG, Schilliger Holz AG) aus dem Holz- und Energiesektor an.

Auskünfte: Thomas Läderach, Vorsitzender Task Force Wald + Holz + Energie, Tel. 031 350 09 65

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