Waldgesetz
Vernehmlassungsantwort der TF WHE (PDF 332 KB)

Energiestrategie 2050
Vernehmlassungsantwort der TF WHE (PDF 295 KB)

Strategie Biodiversität Schweiz 
Vernehmlassungsantwort der TF WHE (PDF 401 KB)

Parlamentarische Initiative «Freigabe der Investitionen in erneuerbare Energien ohne Bestrafung der Grossverbraucher (UREK-N)»
Vernehmlassungsantwort der TF WHE (PDF 156 KB) 

Biodiversitätsstrategie im Wald ist zu sistieren

Die Biodiversität im Wald ist heute schon hoch

Die Biodiversität im Wald ist heute schon hoch

Die Task Force Wald + Holz + Energie forderte bereits in ihrer Stellungnahme vom 16.Dezember 2011 die Rücknahme und Sistierung der «Strategie Biodiversität Schweiz» im Bereich Wald bis die Strategien zur Energie- und Klimapolitik sowie die überarbeitete «Ressourcenpolitik Holz» vorliegen.

Der konservative Schweizer Waldnaturschutz will weit mehr Reservate schaffen und nicht nachgefragte Holzarten deutlich stärker fördern, als dies in allen umliegenden Ländern der Fall ist. Das schmälert nicht nur unsere Rohstoffbasis, sondern steht auch im Widerspruch zu einem umfassenderen ökologischen Anspruch, der sich bis zur Wahl der Baustoffe und der Energieträger erstreckt – und deshalb dem Holz steigende Bedeutung beimisst.

Die «Strategie Biodiversität Schweiz» ist ein Versuch, Ökoanliegen auszubauen, die heute bereits auf hohem Niveau erfüllt sind. Ausserdem soll der Wald nicht für sämtliche Schweizer Biodiversitätsdefizite herhalten müssen.

Waldbewirtschaftung für das Klima statt masslose Reservatsziele

Die Rohholzverbraucher haben ihre Sorge um die schwindenden noch bewirtschafteten Waldflächen mit der angenommenen Motion 10.3124 «Waldbewirtschaftung für das Klima statt masslose Reservatsziele» von Nationalrätin Sylvia Flückiger-Bäni im 16. März 2010 bereits zum Ausdruck gebracht.

Gemäss Landesforstinventar 3 macht der Anteil der Waldflächen, die seit mehr als fünfzig Jahren nicht mehr bewirtschaftet werden (und somit die Kriterien eines Waldreservats erfüllen) ganze 18.35% der produktiven Schweizer Waldfläche ohne Gebüschwald aus. Unzugängliche Waldabschnitte und Waldreservate sind darin noch nicht eingerechnet.

«Waldbewirtschaftung für das Klima statt masslose Reservatsziele»  

Eine Steigerung der Holzerntemengen ist anzustreben

Das Holznutzungspotenzial des Schweizer Waldes wird derzeit bei Weitem nicht ausgeschöpft. Angesichts der aktuell grossen Holzvorräte könnte und sollte in den kommenden Jahren deutlich mehr Holz genutzt werden als nachwächst. Das bestätigen auch Untersuchungen des BAFU:

  • Selbst ohne Reduktion der Vorräte kann in den nächsten zwanzig Jahren 3,4 Mio. m3 Nadelstammholz pro Jahr genutzt werden, im Fall des geforderten und sinnvollen Vorratsabbaus gar 4.4 Mio. m3
  • Im Vergleich zur aktuellen, tatsächlichen Nutzung (rund 2.6 Mio. m3) sind also Steigerungen von 30 bis 70 Prozent möglich und sinnvoll.

Bekenntnis zur Kaskadennutzung

Die Task Force unterstützt die Zielsetzung der Kaskadennutzung von Holz, welche eine energetische Nutzung des Rohstoffs erst nach dessen Verwendung als Werkstoff am Ende des Produktelebens vorsieht. Nichts desto trotz steht insbesondere bei Laubholz die direkte energetische Verwertung im Vordergrund. Grund hierfür sind sowohl die ungünstigeren Baumformen, als auch fehlende stoffliche Absatzkanäle. Deshalb hält sich in diesem Bereich die Konkurrenz von stofflicher und (teilweise geförderter) energetischer Nutzung in Grenzen.

Die ökologischen Vorteile von Holz nutzen

Moderne Holzhäuser haben nichts mehr mit rustikalen Chalets gemein

Moderne Holzhäuser haben nichts mehr mit rustikalen Chalets gemein

Indem Holz als Werkstoff eingesetzt und anschliessend energetisch genutzt wird(Kaskadennutzung), lassen sich pro m³ rund 1'300 kg CO2-Emissionen einsparen. Lässt man das Holz hingegen im Wald liegen, bleibt diese Wirkung aus.

Die CO2-Bilanz von Holzprodukten ist äussert gut, weil

  • Wald beim Aufbau von Holzmasse der Atmosphäre CO2 entzieht und Kohlenstoff speichert; 
  • die Kohlenstoff-Speicherung in den Holzprodukten über Jahre bis Jahrzehnte erhalten bleibt; 
  • Holzprodukte an Stelle von weniger ökologischen Materialien eingesetzt werden; 
  • Holzprodukte am Ende der stofflichen Nutzung zusätzlich CO2-neutral energetisch genutzt werden können. 

Ohne eine ökonomisch motivierte Nutzung von Holz ist allerdings auch keine ökologische Nutzung des Rohstoffs möglich.