Vielfältige Holznutzung

Die Rohholzverarbeiter versorgen die zweite Verarbeitungsstufe mit hochwertigen Halbfertigprodukten. Aus gesägtem Stammholz entstehen Konstruktionsholz für die Zimmerleute, edle Materialien für den Schreiner sowie Verpackungsholz. Das Restholz aus der ersten Verarbeitungsstufe liefert zudem wertvolle Rohstoffe für weitere Verwendungszwecke: aus Sägemehl, Spänen und Hackschnitzeln entstehen beispielweise Spanplatten und Isoliermaterial. Die Holzenergie-Produzenten verwenden nicht nur Waldholz, sondern auch Sägerestholz, Flurholz, Altholz (Bauschutt) und Altpapier. Die Papier- und Kartonfabriken beziehen ihren wichtigsten Rohstoff direkt aus dem Wald und aus Sägerestholz.

Haupt- und Nebenprodukte aus Holz (HIS)

BAFU-Publikation «Holzendverbrauch Schweiz»

Kostenintensive Transporte

Damit Holz überhaupt zum Kunden gelangt, wird eine aufwändige und teure Logistik benötigt. Holz wird auf seinem Weg vom gefällten Baum auf dem Waldboden bis zum fertigen Holzhaus in der Stadt rund fünfmal auf- und abgeladen. Obwohl Holz als «Material der kurzen Wege» gilt, schlagen die Transportkosten massiv zu Buche. Besonders beim unveredelten Rohholz sind die Transportkosten pro Kilometer im Vergleich zum Wert der LKW-Ladung zu unverhältnismässig hoch. Damit Holz als umweltfreundlicher Rohstoff konkurrenzfähig bleibt, ist eine Verkehrspolitik nötig, die tragbare Rahmenbedingungen schafft.