Nachfrage nach Holz aus dem Wald

Die Rohholzverarbeiter der ersten Verarbeitungsstufe beziehen ihren Rohstoff aus dem Wald in Form von sägefähigem Stammholz (hohe Qualität) oder in Form von Industrie- und Brennholz (niedrige Qualität). Für eine rentable und nachfrageorientierte Produktion sind die Rohholzverbraucher auf möglichst kontinuierliche Lieferungen aus dem Schweizer Wald angewiesen.

Angebot schwankt saisonal

Rohholz ist ein Naturprodukt. Daher schwankt seine Verfügbarkeit auf dem Markt. Schneebedeckte Strassen oder durchnässte Böden können die Holzernte erschweren oder sogar verunmöglichen. Hinzu kommen Forderungen Dritter, wie beispielsweise jene des Vogelschutzes, die Brutperiode im Frühsommer zu berücksichtigen.

Die Holzwirtschaft ihrerseits ist bemüht, die Holzernteverfahren laufend zu verbessern. Im Gegenzug verlangt sie seitens der Waldbesitzer und Forstunternehmen Flexibilität in Bezug auf die Holzschlagplanung. So sollte in gewissen Fällen auch der Holzschlag im Sommer möglich sein.

Langfristige Verfügbarkeit nimmt ab

Wie in den Rubriken «Holzernte» und «Baumarten» (siehe Wald) dargestellt, verringert sich das Angebot an hochwertigem Schweizer Nadel-Stammholz zusehends. Das hat zur Folge, dass es für die Rohholzverbraucher immer schwieriger wird, die inländische Nachfrage der zweiten Verarbeitungsstufe bzw. der Endkunden zu befriedigen. Die Folge sind vermehrte Holzimporte.

Damit auch weiterhin Schweizer Holzprodukte produziert werden können, muss die Forstwirtschaft die langfristige Verfügbarkeit von nutzbaren Sortimenten in der Schweiz sicherstellen.