4. Schweizer Rohholztagung vom 4. Mai 2017

Referate

Jetzt in den jungen Wald investieren

Am 6. September 2016 hat das Bundesamt für Statistik endlich die Zahlen zur Holznutzung 2015 publi-ziert – sie zeigen einen Rückgang. Das Angebot an Nadelstammholz hat letztes Jahr um gut 10% ab-genommen und ist auf einen Tiefstand gesunken: Rund 2 Mio. Kubikmeter dieses Rohstoffs für den klimapolitisch wichtigen Holzbau wurden auf den Markt gebracht – 20% weniger als noch vor 5 Jahren.

Konstanter Rohholzbedarf 2016: Rohholzverbraucher verhalten optimistisch

An der gemeinsamen Lagebeurteilung kam klar zum Ausdruck, dass 2015 als schlechtes Jahr in die Firmengeschichte der Hersteller von Schnittholz, Holzwerkstoffen, Papier, Pellets, Wärme und Strom aus Schweizer Holz eingeht: Die Aufwertung des Schweizer Frankens hat die Preise negativ beeinflusst und zu Umsatzeinbussen geführt. Die Absatzmengen wurden jedoch auf dem 2014er-Niveau gehalten. Für 2016 sind erneut dieselben Produktionsmengen an Papier, Holzwerkstoffen und Schnittholz geplant – der Energiebereich wird zusätzlich durch den zuletzt sehr tiefen Ölpreis und den bislang zu milden Winter herausgefordert.

Wald+Holz: Deutliche Spuren der Frankenstärke

Sieben Monate nach Aufhebung des Euro-Mindestkurses haben die Schweizer Hersteller von Schnittholz, Holzwerkstoffen, Papier und Pellets die Auswirkungen der Frankenaufwertung ana-lysiert. Die befürchteten Umsatzeinbussen sind eingetreten und die weitere Entwicklung bleibt mit vielen Fragezeichen behaftet. Die Käufer von Rohholz – und damit die eigentlichen Motoren für die Nutzung und Pflege des Schweizer Waldes - haben einen schweren Stand.

Holzverarbeitung und Waldbewirtschaftung sind bedroht

Die Schweizer Sägewerke, Holzwerkstoff- und Papierhersteller sind durch die drastische Frankenaufwertung bedroht. Schon die frühere Aufwertung hat in den Jahren 2010 bis 2013 zu deutlichen Produktionsrückgängen geführt. Die grossen Anstrengungen der Schweizer Holzindustrie zur Kompensation des Währungsnachteils haben im letzten Jahr dennoch Erfolge gezeigt und die Branche für 2015 positiv gestimmt. Jetzt droht ein regelrechter Einbruch. Betroffen davon ist auch die Waldwirtschaft als Rohstofflieferant, die mit nachlassenden Preisen und Mengen rechnen muss. Dies entgegen der dringend Notwendigkeit, mehr Holz zu schlagen, um den Schweizer Wald zu verjüngen und besser für Klimaveränderungen zu wappnen.

Mangelnde Fitness im Schweizer Wald – es besteht Handlungsbedarf

Die 3. Schweizer Rohholztagung fand am 5. Dezember 2014 im Stade de Suisse in Bern statt. Thomas Lädrach, Präsident der Task Force Wald+Holz+Enerie, begrüsste mehr als 50 ausgewählte Branchenvertreter zur Tagung mit dem Thema „Mehr Fitness für den Schweizer Wald“. Die Task Force Wald+Holz+Energie (TF WHE) ortet Handlungsbedarf.

Vernehmlassung Waldgesetz

Die Task Force Wald+Holz+Energie (TF WHE) unterstützt die vorliegende Revision des Waldgesetzes unter der Bedingung, dass…

Holzernte: Trendwende dringend nötig

Die neuesten Zahlen des Bundes sprechen eine deutliche Sprache: die Holzernte befindet sich auf einem historischen Tiefstand. Das betrifft in besonderem Masse das Hauptsortiment ...
Die Task Force Wald + Holz + Energie steht der Energiestrategie 2050 des Bundes grundsätzlich positiv gegenüber, verbindet ihre Zustimmung jedoch mit einigen wichtigen Forderungen an den Bund ...
Die hohen Holzvorräte im Schweizer Wald werden nicht ausreichend genutzt. Gerade bei der wirtschaftlich wichtigsten Holzart, der Fichte, ist die Ernte auf ein tiefes Niveau gesunken...